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Hanfpflanze nahansicht von oben

Was ist die Hanfpflanze?

Sie gehört seit Jahrtausenden zu den wichtigsten Nutzpflanzen in Europa. Aus botanischer Sicht gehört sie einer Pflanzengattung an, die der Familie der Hanfgewächse zugehörig ist. Sie ist eine meist einjährige Krautpflanze, die je nach Umwelteinflüssen sehr unterschiedlich hoch wachsen kann.

Als Wildpflanze erreicht sie eine maximale Wuchshöhe von drei Metern. Die Kulturpflanze kann bei guten Bedingungen in Form von feuchtem Boden mit ausreichend Nährstoffen eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erzielen. Bei Staunässe verkümmert die Pflanze für gewöhnlich, obwohl sie ansonsten sehr robust ist. Im Aussehen erinnert sie am ehesten an eine kleine Palme, ihre Blätter sind handförmig aufgefächert, der Blätterrand ist zackig, ähnlich einem Sägeblatt. Auch die Beschaffenheit der Blätter ist sehr speziell: die ersten Blätter haben üblicherweise nur ein Blättchen, während nachfolgende Blätter bis zu 13 Blättchen aufweisen. 

Zur Blüte nimmt die Blättchenzahl bis auf ein Blatt wieder ab. Es gibt Kulturen, bei denen männliche und weibliche Blüten in der Regel auf unterschiedlichen Pflanzen wachsen. Es gibt aber auch Pflanzen, die weibliche und männliche Blüten haben. Nahezu alle Bestandteile der Pflanze lassen sich verwerten (Fasern, Blätter, Blüten, Samen) und werden zu Seilen, Öl, ätherischem Öl, Nahrungsergänzungsmitteln, Tees, etc. hergestellt. Auch in der Textilindustrie und in der alternativen Heilmittelbranche spielt sie eine wichtige Rolle.

Wie werden Hanffasern hergestellt?

Ihre Fasern sind echte Alleskönner und werden heute in vielen Bereichen als nachwachsender, umweltschonender Rohstoff verwendet. Tatsächlich handelt es sich um die stärkste Naturfaser. Auch in Wohntextilien kommt es aufgrund seiner Strapazierfähigkeit und Verträglichkeit vermehrt in Einsatz, z. B. in Decken oder in Kissen. Dabei reicht die Verwendung der Fasern bis ca. 2800 v. Chr. zurück. Im Stengel der Pflanze sind mehrere Fasern lagenförmig übereinander angeordnet. Sie bestehen aus Bastfaserzellen, welche durch Pektinsubstanzen mehr oder weniger stark verbunden sind, wodurch ein Faserbündel eine Gesamtlänge von einem bis drei Metern erreichen kann. 

Weibliche und männliche Pflanzen unterscheiden sich in ihrer Fiber-Qualität. Während die weibliche Pflanze eine längere Vegetationszeit hat und über dickere und festere Zellen verfügt, sind die Fasern der männlichen Pflanzen feiner und filigraner und können zu edlen Stoffen verarbeitet werden. Beide Fasern lassen sich auch kombinieren, um eine mittlere Stoffqualität zu erzielen. Moderne Nutzsorten enthalten zwischen 30 % und 40 % Faseranteile. Je nach Reifezustand der Pflanze bestehen die Fasern aus 60 % – 70 % Cellulose und 10 % – 20 % Hemicellulosen. 

Die Ernte zum Zwecke der Fasergewinnung findet normalerweise zur Blütezeit der männlichen Pflanze statt. Durch das Abbrechen und Walzen der Stengel wird die Faser vom Rest der Pflanze getrennt, im Fachjargon als „Faseraufschluss“ bezeichnet. Hierbei wird noch zwischen dem Langfaseraufschluss als traditionelles Verfahren und dem Kurzfaseraufschluss als kostengünstigere Variante unterschieden. Die Fasern werden nach der Ernte je nach Verwendungszweck weiter verabeitet oder veredelt und finden sich in Hanf Kissen oder Hanf Decken wieder.

Historischer Hintergrund von Hanffasern

Die Geschichte der Pflanze reicht mehrere Jahrtausende zurück. Die ersten Funde um 4000 v. Chr. sind aus China: dort wurden erstmalig Seile aus den Fasern der Pflanze gefertigt. Seit dem 9. Jahrhundert v. Chr. hielt die Pflanze auch in Westasien und Indien Einzug. In der Nähe von Ankara wurden die Überreste von Textilien aus diesen Fasern gefunden, die auf das 8. Jahrhundert v. Chr. zurückzuverfolgen sind. 

Etwa um das 3. Jahrhundert v. Chr. fand die Pflanze ihren Weg nach Italien und somit nach Europa, wo sie in Tauen und ähnlichen Produkten Verwendung fand. Im späten Mittelalter befand sich das Zentrum für den Anbau der Pflanze auf dem heutigen Gebieten Russlands, Polens, Norddeutschlands und von den Niederlanden sowie in Burgund und in der Bretagne. Die Pflanze hatte gegenüber der damals ebenfalls sehr verbreiteten Flachspflanze einen Vorteil: sie war leichter zu verarbeiten als Flachs. 

Aufgrund der robusten und widerstandsfähigen Eigenschaften der Faser wurde sie in vielen Bereichen eingesetzt. Einige mittelalterliche Waffen wie etwa der Langbogen, dessen Sehnen aus Hanf bestanden, wären ohne diese Faser, die enorme Zugkräfte aushält, nicht anzufertigen gewesen. 

In Spanien wurde im 13. Jahrhundert die Papierherstellung aus diesen Fasern erfunden, wobei frühe Funde aus China darauf hindeuten, dass diese Methode bereits 140 v. Chr. von den Chinesen angewandt wurde. Holz kam damals noch nicht für die Papierherstellung in Frage. Die Methode der Papierherstellung aus Hanf fand ihren Weg aus Spanien nach Deutschland. Schließlich wurde 1290 in Nürnberg die erste Hanfpapiermühle gefertigt und Gutenberg druckte 1455 seine weltbekannte Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier. Und auch über den Großen Teich schaffte es die Pflanze: die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 wurde auf Hanfpapier gedruckt.

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Bedauerlicherweise beendete das Aufkommen der Baumwoll-Spinnmaschinen im 19. Jahrhundert die Verwendung der Hanfpflanze als Textilfaser. Schließlich wurde ihr Anbau in Deutschland zwischen 1982 und 1995 durch das Betäubungsmittelgesetz vollständig verboten, um den Missbrauch von Cannabis als Rauschmittel und Einstiegsdroge einzudämmen. Dies geschah, obwohl Nutzhanf aufgrund des nahezu nicht vorhandenen THC unbedenklich im Anbau ist. Andere Länder taten es Deutschland gleich, doch es gab auch viele Länder, die am Anbau der Nutzpflanze festhielten, darunter die damalige Sowjetunion und Frankreich. 

In den 1990ern Jahren bekundete schließlich die Industrie und der Agrarbereich wachsendes Interesse an der Pflanze als wertvollen, nachwachsenden Rohstoff, bis schließlich 1996 das Verbot in Deutschland vollständig aufgehoben wurde. Heute ist der Anbau von THC-armen Sorten in allen Ländern Europas erlaubt, nur in den USA ist dieser immer noch illegal. Doch die Aussichten für den Anbau stehen gut: Experten gehen davon aus, dass sich der Anbau durch die zunehmende Nachfrage nach hanffaserverstärkten Werkstoffen und Dämmmaterial sowie durch die Preissteigerungen bei anderen Fasern aus Übersee auf etwa 20.000 Hektar europaweit erhöhen wird. 

Auch in die Textilbranche halten Ihre Fasern aufgrund ihrer einmaligen Eigenschaften wieder Einzug. Hanfkissen und Hanfbettdecken erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die aus diesen Fasern bestehende Füllung weißt eine geringe Verrottungstendenz auf, ist gesundheitlich völlig unbedenklich sowie gegen Schädlinge sehr resistent. Somit machen Sie alles richtig, wenn Sie ein Hanf Kissen kaufen oder eine Hanf Decke kaufen.

Allgemeine Vorteile von Hanf

Abgesehen von den Fasern, lassen sich auch die Blätter, Blüten und Samen der Industriepflanze weiter verarbeiten. Dabei sind der Produktvielfalt nahezu keine Grenzen gesetzt. Es lassen sich daraus Dämmungen und Leichtbauplatten, Textilien, Öl, Saft, Tees, Nahrungsergänzungsmittel und Füllungen für Betttextilien herstellen. Ihre Fasern eignen sich zudem perfekt als Brennstoff in Form von Pellets, denn sie weisen den gleichen Brennwert wie Holzkohle auf, binden jedoch im Wachstumsprozess extrem viel CO2 und verhindern somit die Erderwärmung.

  • Schnelles Wachstum: die Pflanze legt ein unglaubliches Wachstum an den Tag – bis zu 5 m in 120 Tagen.
  • Schädlingsresistent: sie kommt völlig ohne Pestizide aus, da sie sich als sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge jeder Art zeigt und somit unbelastet von Agrarchemie ist; sie ist zudem ungeeignet für den Nestbau von Nagetieren.
  • Hoher Weiterverarbeitungsgrad: 97 % der Pflanze lassen sich verarbeiten.
  • Hervorragende CO2-Bilanz: die Pflanze bindet mehr CO2 als unsere Wälder und verbraucht bei der Produktion nur sehr wenig Energie.
  • Genügsamkeit: sie ist langlebig und kann nahezu überall mit Erfolg angebaut werden.
  • Schwer brennbar: die Hanffaser weist Brandschutzklasse B1 auf, da sie nur sehr schwer brennbar ist.
Historisches zu Hanffasern

Wie beeinflusst ein Hanfkissen mein Schlafverhalten?

Die Hanffaser ist perfekt als Füllung in Kissen und Decken geeignet, denn sie sorgt durch ihre feuchtigkeits-regulierenden Eigenschaften für ein optimales Schlafklima, da sie Schweiß aufnimmt und wieder abgibt. Die Faser ist zudem antistatisch, was bedeutet, dass Hanfdecken und Hanfkissen maximal staubabweisend sind, was besonders Hausstauballergikern zu Gute kommt. 

Hinzu kommt, dass sie nicht von Pestiziden oder Agrarchemie belastet ist, da er sehr schädlingsresistent ist und ohne diese auskommt. Außerdem speichert sie etwa gleich viel Wärme wie Schafschurwolle, ist dagegen jedoch ein schnell nachwachsendes Naturprodukt. Die Hanffaser überzeugt zudem durch ihre Waschbarkeit bei 60° und die Tatsache, dass Hanfkissen oder Hanfdecken völlig ohne Tierfasern auskommen und somit vegan sind. In Kombination mit einem hochwertigen Bezug Ihres Hanf Kissens oder Ihrer Hanf Decke aus Bio Baumwolle wird Ihnen ein erholsames, ruhiges und gesundes Schlaferlebnis ermöglicht. 

Ein Hanf Kissen zu kaufen oder eine Hanf Decke zu kaufen war noch nie so einfach wie heute, da sie sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

Eigenschaften

  • Reissfest und strapazierfähig: Die Naturfaser ist unglaublich reißfest und widerstandsfähig, was sie zu einem vielseitig einsetzbarem Werkstoff macht.
  • Diffusionsoffen: Ihre Fasern nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie nach und nach wieder an ihre Umgebung ab – perfekt als Dämmstoff oder als Füllung in Heimtextilien für einen gesunden Schlaf.
  • Atmungsaktiv: Sie sind luftdurchlässig für ein optimales Schlafklima.
  • Wasserabweisend: Sie agiert wasserabweisend, somit kommt es zu keiner Feuchtigkeitsentwicklung und somit zu keinem Schimmel.
  • Schutz vor UV-Strahlung: Hanffasern absorbieren bis zu 90% der UV-Strahlung
  • Antibakterielle Eigenschaften: Sie wirken antibakteriell.

Pflegehinweise für unsere Hanfprodukte

Wenn Sie Ihre Decke oder Ihr Kissen in der Waschmaschine waschen, sollten Sie unbedingt ein flüssiges Waschmittel verwenden, da sich granuliertes Waschmittel unter Umständen in den feinen Fasern festsetzen kann, wenn es sich nicht vollständig auflöst. Zudem sollten Sie die sie nicht über 60° waschen und nur an der Luft trocknen, denn sie sind nicht Trockner geeignet. Der ideale Ort zum Trocknen ist eine Wäscheleine an der frischen Luft.